



Am 2. November 1894 wurde St. Urs mit der Eisenbahn nach Alpnachstad gebracht, für 4000 Fr. minus 10% Barzahlungsrabatt an den Schiffsunternehmer Kaspar Spiller verkauft.
Der Schraubendampfer wurde zum Schlepper umgebaut und in Betrieb genommen. Am 22. Mai 1897 wurde vom eidgenössischen Eisenbahndepartement eine Betriebsbewilligung auf unbeschränkte Dauer erteilt. Diese war nur gültig für Schleppdienst und eine Zuladung war nicht erlaubt.
Welcher Art die Einsätze des St. Urs damals waren und wie lange diese gedauert haben ist weitgehend unbekannt. Nach einigen Jahren hatte der Dampfschlepper vermutlich ausgedient.
Leider ist uns aus dieser Zeit bis jetzt nichts Weiteres bekannt, auch keine Bilddokumente.
Für Hinweise oder Fotos aus jener Zeit sind wir sehr dankbar!
Was zum Abbruch der Dampfbootfahrten geführt hat, ist heute nicht ganz klar: Jedenfalls nahm die Mitgliederzahl des SDBC stetig ab und neue Mitglieder konnten nicht angeworben werden. Auch konnte kein Käufer in der Region gefunden werden.
Am 2. November 1894 war St. Urs bereits auf der Bahn unterwegs Richtung Innerschweiz. Die Solothurner Presse sah darin das Ende der Aareschiffahrt "definitiv und für alle Zeiten".
Vertrag 1894
1892 bestand der SDBC nur noch aus drei Mitgliedern. Im Spätherbst 1894 war die Aera St. Urs auf der Aare bereits endgültig ausgeträumt. Eine Annonce in der Lokalpresse um neue Mitglieder für den SDBC zu gewinnen war offenbar nicht erfolgreich.
Die einzige bis jetzt bekannte gut erhaltene Fotografie vom Dampfboot St. Urs hält die letzte Fahrt auf der Aare fest. Wie handschriftlich auf der Rückseite von Ferd. von Sury vermerkt, fand diese am 1. November 1894 statt.
St. Urs am 1. November 1894
Geschichte
Dampf für
St. Urs
