



Vermutlich in den dreissiger Jahren erfolgte dann ein letzter Umbau. Im Bugbereich wurde eine geschlossene Kabine mit Bullaugen aufgebaut und im Heckbereich ein Glattdeck, versehen mit Reling und Gartenbänken. Die Antriebsanlage wurde ebenfalls erneuert. Das Boot bot so noch 10 Personen Platz.

Volta als OW 3 in den 70er Jahren mit dem Nauen Brünig
Im Verlaufe der Jahrzehnte verlor die Volta ihren Namen und trug nur noch das amtliche Kennzeichen OW 3. 1966 ging die Schreinerei Läubli und mit ihr auch das Boot in den Besitz der Lignoform AG, Formsperrholz über.

Flottenparade auf dem Sarnersee um 1920
Auf einer Foto einer Flottenparade vor Wilen, die um 1920 entstand, ist die Volta nicht mehr so stilvoll. Das Schanzkleid aus Holz, die Bugzier und ein Teil der Kabine sind demontiert worden.
Wirkte sie 1903 noch als elegantes Vergnügunsschiff, so zeigte sie sich um 1920 eher als nüchternes Arbeitsboot.
Die Schleppeinsätze dürften in den Vordergrund getreten sein. Noch heute fast legendär sind die Einsätze als Eisbrecher um die Fahrrinne zwischen Wilen und Sachseln für die Nauen offen zu halten.
Herr Läubli, Möbelfabrikant aus Wilen am Sarnersee, entdeckte 1903 das Boot neben einem Schuppen in Alpnachstad und konnte dieses günstig erwerben.Die fertigen Möbel seiner Fabrik mussten jeweils von Wilen quer über den Sarnersee nach Sachseln zum Verlad auf die Brünigbahn transportiert werden. Deshalb bestand der Bedarf nach Wasserfahrzeugen.
Er hatte kein Interesse am Dampfantrieb, vielleicht war dieser auch defekt und hatte zur Stillegung des Bootes geführt. Seine Möbelfabrik in Wilen besass ein eigenes Elektrizitäts- Wasserkraftwerk. Es lag also nahe den ungenutzten Nachtstrom in einem Akkumulatorboot auszuwerten. Der Ausbau des Bootes wurde erneuert und ein Elektroantrieb System Tribelhorn installiert.
St. Urs als Elekroboot 1903
Die obige Foto entstand 1903 und zeigt in der Mitte Herrn von Sury.
Geschichte
Dampf für
St. Urs
